Portrait photo of Julie Comparini

Foto: Astrid Nielsch

Julie Comparini

Altistin. Alte und Neue Musik. Spartenübergreifende Theaterprojekte.

Musikfilmfestival Bremen -- Leaving Home

Wo ist ein Musikstil "beheimatet" und wie kann Musik Heimat definieren oder auch schaffen? In neun Filmen aus zehn Ländern zeigen Musiker*innen, wie verschiedene Traditionen verbinden oder auch gezielt kulturelle und gesellschaftliche Grenzen ausweiten können.

Während der Neuseeländer Hayden Chisholm in "Sound of Heimat" das zwiespältige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Volksmusik erforscht (D 2012; Do. 26.1 / 19:30 * Eröffnung m. Gästen; in Koop. mit der Arbeitnehmerkammer), zeigt "Blackhearts", wie Heavy Metal-Fans aus der ganzen Welt ihre seelische Heimat in Norwegen finden (NOR 2016, 83 Min., OmengU; 27.1. / 22:30). Crossover-Projekte und gezielte Umwandlungen musikalischer Traditionen können Berufszweige retten wie im pakistanischen Film "Song of Lahore" (USA 2015, OmengU; 27.1.), jahrhundertalte Geschichten über Kontinente hinweg wieder aktuell machen wie der südafrikanische Film "La Bohéme am Kap" (D 2015, OmU; ab 28.1. ), politische Bewegungen unterstützen wie der grönländische Film "Sumé - The Sound of a Revolution" (Grönland 2014, OmengU; ab 29.1.) und für Freiheit und ein friedliches Zusammenleben in Zeiten der Repression kämpfen wie im afrikanischen "Mali Blues" (D 2016, R: Lutz Gregor, OmU; ab 28.1.) oder im ägyptischen "Electro Chaabi" (Egypt/F 2013, OmU; 28.1. / 22:30). Dabei spielen die allgegenwärtige Globalisierung und fast die grenzenlosen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten eine zentrale Rolle wie die wahre Geschichte von "Presenting Princess Shaw" zeigt (ISR 2016, 80 Min., engl. OF; 29.1.).

Höhepunkt der Reihe ist die Premiere des 2016 neuvertonten, deutsch-indischen Stummfilms "Die Leuchte Asiens" aus dem Jahr 1925. Der preisgekrönte indische- und Weltmusiker Willy Schwarz und der junge Komponist Riccardo Castagnola verbinden klassische indische Musik mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst und schaffen somit eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten (27.1. / 20:30 * mit Livemusik; unterstützt durch die Indische Botschaft, Berlin).

Alle Filme und Veranstaltungen finden im City46 (Kommunalkino Bremen) in der Birkenstraße 1, 28195 Bremen statt.

More information:

* City46 * Musikfilmfestival Bremen

Der Fugue for Thought Podcast und Cabaret Voltaire

Nach dem ich zu dem Artikel über René Leibowitz beim Blog "Fugue for Thought" beigetragen habe, war Alan noch weiter interessiert und hat mich gebeten, als Gast bei seinem Podcast aufzutreten! Wir reden (in englisch) über meinen musikalischen (und nicht-musikalischen) Hintergrund, über alte und neue Musik, das Stück "Explanation of Metaphors", die neue "Cabaret Voltaire"-Operette und das sonstige musikalische Leben. Es ist ein tolles Interview und Sie können es kostenlos via iTunes oder den Fugue for Thought-Blog anhören.

Übrigens war die Uraufführung der Operette "Cabaret Voltaire" nicht nur ein Riesenerfolg, sie wurde auch auf Video mitgeschnitten. Um aus diesem einmaligen Material eine DVD zum Wieder-Anschauen und damit auch eine Dokumentation für die Nachwelt zu erstellen, muss es nur noch geschnitten werden. Dafür brauchen wir Hilfe! Die DVD wird nicht im Handel erscheinen, aber unter anderem als Crowdfunding-Dankeschön erhältlich. Klicken Sie auf dem Link unten, um dazu beizutragen.

* Fugue for Thought-Blog * Podcast * Cabaret Voltaire-Crowdfunding

"Explanation of Metaphors" bei Fugue for Thought

Ein toller Blog-Artikel über René Leibowitzs Werk Explanation of Metaphors ist gerade bei Fugue for Thought erschienen. Einen kleinen Ausschnitt der Live-Aufführung des Stücks können Sie auf meinem Audio page anhören, aber es lohnt sich durchaus, das Stück oder gleich die ganze CD -- "René Leibowitz Compositeur" -- bei iTunes oder als Doppel-CD zu kaufen.

* Fugue for Thought * CD bei jpc * CD bei Naxos

Cabaret Voltaire

Uraufführung einer neuen Operette von Peter Stangel (Musik) und Jürgen von Stenglin (Text)

Zürich, 1916: In der Stadt an der Limmat eröffnet in der Spiegelgasse ein Etablissement, das eine ganz neue, eigentümliche Kunstauffassung propagiert: Das Cabaret Voltaire spielt DADA

Gleichzeitig lebt auf der anderen Seite der Straße Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, im schweizerischen Exil – da sind Verwicklungen und Turbulenzen vorprogrammiert. Tristan Tzara und Lenin, James Joyce und eine schöne Bankierstochter, Liebe, Spionage, ein Graf und ein durchtriebener Butler – sie alle kommen vor im Ā»Cabaret VoltaireĀ«. Eine Huldigung an den Ort Zürich in einer Zeit, als seltsam verrückte Begegnungen möglich waren, ganz im Geiste der spöttischen, federleichten Werke Offenbachs und Weills.

Zusammen mit Dominik Wilgenbus als Erzähler und neun Sängern entführt die taschenphilharmonie vor den projizierten Bühnenbildern von Cornelia von Seidlein in eine Welt der irrend geistreichen Unterhaltung.

Uraufführung (halbkonzertant) am Sonnntag, dem 11. September 2016, 19:00 in der Alten Kongresshalle, Theresienhöhe 15, München.

Mit Adam Sanchez (Graf Emanuele di Pedroso), Julian Freibott (Hugo Ball), Andrea Lauren Brown (Monique-Fleur Schneidegger), Peter Pruchniewitz (Wladimir Lenin), Julie Comparini (Emmy Hennings), Giuolio Alvise Caselli (Tristan Tzara) u.a.

* Mehr Infos und Kartenreservierungen:

Webseite-Renovierungen

Diese Webseite wird bald überarbeitet. Bis die neue Version fertig ist kann es sein, daß manches vorübergehend nicht funktioniert oder nicht aktualisiert wird. Wir danken für Ihr Verständnis und freuen uns darauf, die neue Webseite bald präsentieren zu können!

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