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Julie Comparini

Altistin. Alte und Neue Musik.

Spartenübergreifende Theaterprojekte.

Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.
(Bertolt Brecht)

Foto © Cosima Hanebeck
Foto © Cosima Hanebeck

Die erfolgreiche Brecht-Revue Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht gut genug kehrt 2019 mit vier weiteren Aufführungen zurück. Unter der Regie von Peter Schenk singen und spielen Julie Comparini, Evelyn Gramel, Manja Stephan und das Bremer Kaffeehaus-Orchester umarrangierte Brechtlieder von Paul Dessau, Hanns Eisler und Kurt Weill sowie neue Vertonungen von Brecht-Texten und -Geschichten.

Es geht los mit einem Auftritt in "die theo" in Bremerhaven am 6. Juni. Mehr Information dazu gibt es hier. Weitere Auftritte folgen am 31. August und am 2. und 23. November. Näheres zur jeweiligen Veranstaltung gibt es immer auf der Webseite der Arbeitnehmerkammer Bremen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu reservieren!

"Bert-Brecht-Chansons vom Feinsten." (Nordseezeitung, 8.5.2017)

"Die Sopranistin Manja Stephan, die gebürtige Amerikanerin Julie Comparini (Alt) und die Jazz-erprobte Evelyn Gramel beeinducken nicht nur durch schauspielerisches Talent, sondern auch mit überaus durchdringender Stimmkraft." (Weser-Kurier, 20.2.2018)

Foto: Gloria
Foto: Gloria

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, ein Star zu sein? Ruhm und Erfolg versprechen Reichtum, Freiheit und allseitige Bewunderung, aber alles hat seinen Preis. Vom 7. bis 13. Februar 2019 thematisiert das nun vierte Musikfilmfestival Bremen diesen „Preis des Ruhms“ in biographischen, dokumentarischen, Spiel-, Stumm- und Experimentalfilme.

Um den Verlust der Privatsphäre und den allseitigen Druck geht es bei dem Überraschungsfilm am Sa. 9.2. Gilt das Interesse von neuen Freunden tatsächlich einem selber, oder suchen sie nur die Nähe zum Star? Bente‘s Voice geht dem nach (Do. 7.2.). Ruhm ist aber auch vergänglich, und je mehr in eine „Persona“ investiert wird, desto schwieriger kann es sein, diese aufrecht zu erhalten oder sich davon zu befreien, wie Casanova Variations erzählt (Sa. 9.2.). Der systematische Missbrauch von jungen Musikerinnen, wie es Gloria erzählt, kann nur in einem Kontext gedeihen, der dies als „normal“ verkauft (Fr. 8.2.). Andere müssen eine falsche Identität erfinden, um überhaupt in speziellen Musikgenres Fuß zu fassen wie es The Great Hip Hop Hoax zeigt (Fr. 8.2.). Im besten Fall erfindet man dafür gleich ein neues Musikgenre wie in Korla (Do. 7.2. ), im schlimmsten Fall, wie in Das Phantom der Oper, ist man bereit, die Pariser Oper in die Luft zu jagen (So. 10.2., Stummfilm mit Livemusik in der Kulturkirche St. Stephani).

Mathangi/Maya/M.I.A. dagegen erzählt, wie die erfolgreiche Musikerin ihre Beliebtheit riskiert, weil es ihr wichtig ist, sich selbst treu zu bleiben und mit ihrer Musik etwas zu bewegen (Sa. 9.2.). Wie auch der DDR-Star in Gundermann, der damit politische und gesellschaftliche Missstände anprangerte – aber gleichzeitig für die STASI spitzelte (So. 10.2. mit Drehbuchautorin Laila Stieler als Gast). Am Ende kann man sich wie in Russlands Wunderkinder fragen: War das der Ruhm wert? (Fr. 8.2.).

Alle Filme und Veranstaltungen außer Das Phantom der Oper (in der Kulturkirche St. Stephani) finden im Kommunalkino City46 in der Birkenstraße 1, 28195 Bremen statt.
Mehr Infos zum Programm gibt es auf der MFF-Webseite.

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

Bertolt Brecht gilt als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Texte beschäftigen sich mit Fragen über Anerkennung und Wertschätzung des Menschen. Im Liederabend »Auf ein Wort« stehen Vertonungen von Paul Dessau und Hanns Eisler im Mittelpunkt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Woraus bezieht der Mensch sein Selbstwertgefühl? Und wie ist eine Gesellschaft zu bewerten, in der die Wertschätzung des Menschen häufig fehlt?

Julie Comparini, Gesang
Alexander Seemann, Klavier und Akkordeon
Felix Patzelt, Gitarre

Freitag, den 23. November 2018, 20:00
etage° Bremen
Herdentorsteinweg 37
28195 Bremen

Eintritt: VVK: 14 € / 8 € (erm.) zzgl. VVK-Gebühr, AK: 18 € / 12 € (erm.) Tickets erhältlich im Vorverkauf bei Nordwest Ticket und Eventim.

Trailer auf Youtube
Mehr Information

Foto © Cosima Hanebeck

Schon jetzt besuchen zahlreiche Touristen Bremerhaven. Und es sollen noch mehr werden, meint der Tourismuschef Raymond Kiesbye, der sein Tourismuskonzept vorstellen wird. Welche Rolle kann und soll die Kultur spielen? Bremerhaven befindet sich im Wandel. Welche Bedeutung kommt dabei dem Tourismus zu?

Urlaubsschlager besingen Sehnsüchte und Sehnsuchtsorte. Die 1950er Jahren waren eine Zeit, in der Menschen die Luft unter ihren Flügeln verspürten – ein neues Gefühl von Freiheit. Taugen die Wunschvorstellungen der Schlagerwelt aus der Wirtschaftswunderzeit als Blaupausen für die heutige Tourismusentwicklung?

Urlaub machten die meisten Bremerhavener Arbeitnehmer in den 1960er-Jahren in der Umgebung. Wer es sich leisten konnte, fing die schönste Zeit des Jahres – in sorgsam inszenierten Bildern – mit der Super-8-Kamera ein und zeigte die Filme bei Eierlikör und Kullerpfirsich im heimischen Wohnzimmer. Wir präsentieren eine Auswahl kurioser Filmraritäten aus dem Landesfilmarchiv (Zentrum für Medien/LIS).

Mit:
Michael Frost, Bremerhavener Stadtrat für Schule und Kultur
Dr. Marion Salot, Referentin für Wirtschaftspolitik bei der Arbeitnehmerkammer

Julie Comparini, Gesang
Eva Huck, Cello
Susanne Peuker, Gitarre
Matthias Entrup, Percussion

Moderation: Dr. Dominik Santner, Arbeitnehmerkammer

Forum der Arbeitnehmerkammer
Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Eintritt frei
Mehr Infomation

Foto: Gabi Bartels

Im Garten des kaiserlichen Hofs in China singt ein kleiner Vogel, dessen Gesang alle Zuhörer bezaubert - bis zu dem Tag, an dem ein kunstvoll verzierter mechanischer Vogel als Geschenk ankommt. Die Spielzeug-Nachtigall ist der Hofgesellschaft lieber, weil sie auf Knopfdruck immer genau das gleiche Lied auf genau die gleiche Weise singt, und der echte Vogel wird verscheucht. Jahre später steht der Tod am kaiserlichen Bett, und nur die echte Nachtigall kann ihn verweisen.

Hans Christian Andersens Märchen Die Nachtigall war der Ausgangspunkt dieser "Oper in der Nußschale" für Kinder und Familien. Mit Musik von G. P. Telemann und einem für diese Produktion geschriebenen Libretto setzt das Ensemble Sospiri Ardenti die barocke Tradition der Pasticcio-Oper fort.

In der Reihe "bach für uns" / Leipziger Schulkonzerte im Bachfest wird die Oper im Juni 2018 auf dem Leipziger Bachfest präsentiert.

Foto: Gabi Bartels
Foto: Gabi Bartels

Freitag, den 15. Juni, 9:00 und 11:00
für Schulklassen und Bachfest-Besucher
Samstag, den 16. Juni, 11:00
für alle ab 8 Jahre
Musikschule Leipzig
Petersstraße 43, 04109 Leipzig
Karten: €11,00 Erwachsene
€4,50 Kinder bis 12 Jahre

Ensemble Sospiri Ardenti
Ellen Delahanty, Sopran
Julie Comparini, Mezzosopran
Geert Van Gele, Blockflöte und Cembalo
Jurgen deBruyn, Lauteninstrumente

Mehr Information und Tickets

Text: Eileen Jahn

Die Leuchte Asiens

Eine längst vergangene Zeit findet Weg in die Gegenwart: Die Leuchte Asiens, die erste deutsch-indische Filmproduktion sowie die erste internationale Koproduktion Indiens, bietet einen einzigartigen Blick auf das Indien der 1920er Jahre.

Eigens für das Musikfilmfestival Bremen 2017 in Bremens Kommunalkino City46 wurde eine neue Filmmusik komponiert, arrangiert und live eingespielt. Die intensive Zusammenarbeit des preisgekrönten Weltmusikers Willy Schwarz mit dem jungen Komponisten Riccardo Castagnola verbindet klassische indische Musik auf Originalinstrumenten mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst. Die Musik erschafft dadurch eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten.

Foto: Willy Schwarz
Foto: Willy Schwarz

In Bremen seinen Ausgangspunkt genommen, findet dieses besondere Projekt seinen Weg zurück nach Indien. Am 18. Januar 2018 wurde dem geladenen Publikum zum ersten Mal diese Neukomposition im Goethe Institut in Chennai (Madras) präsentiert. Unter den ZuschauerInnen waren unter anderem professionelle MusikerInnen, ein Filmkritiker und Dr. Helmut Schippert (Leiter des Goethe Instituts, Chennai). Weitere Aufführungsmöglichkeiten in Indien werden bereits diskutiert. Wir sind begeistert, dass dieses besondere Arrangement um die Erde reist.

Die nächste Chance den Film auch in Deutschland zu sehen steht bereits kurz bevor: zur diesjährigen Berlinale gibt es zwei Termine. Willy Schwarz und Julie Comparini werden am 17. Februar anwesend.

Musikfilmfestival Bremen
Berlinale Termine

Multimedia-Liederabend mit Bildprojektionen im Rahmen der fotokunst Bremen.
Sonntag, den 1. Oktober 2017, 19:00
Kultursaal der Arbeitnehmerkamer, Bürgerstraße 1, 28195 Bremen

Foto: Library of Congress
Foto: Library of Congress

Das Unheimliche, was das Meer in seinen Tiefen verborgen hält und das von Zeit zu Zeit sichtbar an die Oberfläche treten lässt, wurde auf vielfältige Weise in der Romantik erfasst und facettenreich beschrieben.

Viele Märchen erzählen von geheimnisvollen, übernatürlichen und fantasievollen Wesen, die unter der Oberfläche zu finden seien. Diese verdeutlichen in abstrahierter Form das Unheil der Menschen, denn das Meer ist zugleich ein Ort ganz realer Gefahren.

Am Anfang auffallend poetisch und fantasievoll, wenn auch zugleich düster, verändern sich die Stücke dieses Liederabends hin zu realistischeren und vermenschlichten Bildern rund ums und aus dem Meer.

Andrea Lauren Brown, Manja Stephan, Anna Terterjan, Sopran
Nina Böhlke, Julie Comparini, Kerstin Stöcker, Alt
Barbara Kler, Klavier
Musikalische Leitung: Julie Comparini
Visuelle Gestaltung: Peter Schenk

Reservierungen: 0421-3 63 01-970 / anmeldung@arbeitnehmerkammer.de
Mehr Information

Diese Webseite ist endlich fertig renoviert worden! Mit einer neuen Gestaltung, neuen Fotos, Projektliste und Videos. Schauen Sie sich um und wenn irgendwas nicht funktioniert, gerne eine Mail an Julie Comparini schicken.

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

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Die 7. Stadtteil-Oper
›Menuchims Reise‹

Die Stadtteil-Oper in Osterholz-Tenever bringt wieder einmal ein ganzes Quartier in Bewegung. Die neue Ausgabe der Oper auf dem ›Grünen Hügel‹ widmet sich dem Thema Auswanderung und dem Länderschwerpunkt USA.

Die Geschichte von ›Menuchims Reise‹ wurde adaptiert von dem Roman Hiob von Joseph Roth. Sie beginnt vor etwa 100 Jahren in einem kleinen ›Schtetl‹ in Osteuropa und erzählt von der jüdischen Familie Singer. In ihrer Heimat Russland leiden viele jüdische Familien unter Verfolgung und auch Armut. Nur in der Flucht nach Amerika sehen die Singers schließlich einen Ausweg aus den ärmlichen und bedrohten Verhältnissen. Doch für ihren jüngsten Sohn ist kein Platz in Amerika – der kleine Menuchim ist Epileptiker und nur gesunden Menschen ist eine Einreise in die USA gestattet. In ihrer Not entschließen sich die Singers, Menuchim in der Heimat zurückzulassen.

Der zweite Teil der Stadtteil-Oper spielt im Amerika der 1920er und -30er Jahre. Zunächst geht es der Familie gut, doch dann bricht in Europa Krieg aus. Ihr großer Sohn will als Soldat die russische Heimat verteidigen. Die heile Welt, die sich die Familie in New York aufgebaut hat, bricht zusammen. Immer mehr sorgen sie sich auch um den zurückgelassenen Menuchim. Tochter Mirjam ergreift die Initiative...

Mit der Musik von Gustav Mahler, Sergej Prokoview, George Gershwin sowie Erich Wolfgang Korngold, Erich Zeisl und anderen europäischen Komponisten, die in Amerika eine neue Heimat gefunden haben, stellen die vielen Akteure der Stadtteil-Oper erneut ein weltweit einzigartiges Werk auf die Beine. An die 90 Nationen leben gemeinsam in dem Stadtteil ganz im Osten Bremens – mittendrin die Probenräume der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Auch an der diesjährigen Stadtteil-Oper sind sie wieder alle beteiligt: die Schüler und Lehrer der Gesamtschule-Ost, die Frauen aus dem Mütterzentrum, die zahlreichen Bewohner aus dem Stadtteil und des Übergangswohnheims für Flüchtlinge sowie internationale Künstler.

Regie: Alexander Radulescu
Dirigentin: Barbara Rucha
Stimmbildnerin: Inka Neus
Maske und Kostüm: Christin Bokelmann
Bühnenbild: Sven Rose, Miriam Walter, Benedikt Jährling, Laura Baumann
Libretto: Lena Becker

Mit: Rafael Bruck (Mendel Singer), Julie Comparini (Deborah Singer), Pia Bohnert (Miriam Singer), Sheldon Baxter (Mac)
sowie SolistInnen, Chor und Orchester der Gesamtschule Bremen-Ost

Mehr darüber auf der Webseite der Deutschen Kammerphilharmonie
oder dem Stadtteil-Oper Blog der Gesamtschule Bremen-Ost

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