Header image

Projekte

Foto: Library of Congress
Foto: Library of Congress

Das Unheimliche, was das Meer in seinen Tiefen verborgen hält und das von Zeit zu Zeit sichtbar an die Oberfläche treten lässt, wurde auf vielfältige Weise in der Romantik erfasst und facettenreich beschrieben.

Viele Märchen erzählen von geheimnisvollen, übernatürlichen und fantasievollen Wesen, die unter der Oberfläche zu finden seien. Diese verdeutlichen in abstrahierter Form das Unheil der Menschen, denn das Meer ist zugleich ein Ort ganz realer Gefahren.

Am Anfang auffallend poetisch und fantasievoll, wenn auch zugleich düster, verändern sich die Stücke dieses Liederabends hin zu realistischeren und vermenschlichten Bildern rund ums und aus dem Meer.

Andrea Lauren Brown, Manja Stephan, Anna Terterjan, Sopran
Nina Böhlke, Julie Comparini, Kerstin Stöcker, Alt
Barbara Kler, Klavier
Leitung: Julie Comparini
Visuelle Gestaltung: Peter Schenk

Hörproben:


Edward Elgar: Where Corals Lie
Julie Comparini, Suwon Kim, Klavier


Johannes Brahms: Barcarole
Tutti a capella

Mehr Information und Buchungen: Julie Comparini

Zwei Liederzyklen
Ned Rorem (1923 - ) Poems of Love and the Rain
Ian Wilson (1964 - ) Games

Julie Comparini, Mezzosopran
Yonit Kosovske, Klavier

Foto © Maurice Gunning
Foto © Maurice Gunning

Der 30-minütige Liederzyklus Poems of Love and the Rain nimmt uns mithilfe von Palindromen mit auf eine poetische Rundreise. Rorem schreibt: "Die ausgewählte Reihenfolge dieser siebzehn Lieder ist 'pyramidenartig': die Abfolge bewegt sich auf das Intermezzo zu, zieht sich dann zurück – wie in einem Spiegel." Die Gedichte “beschäftigen sich grundsätzlich mit Gegenliebe, vor dem Hintergrund von andauerndem Regen”, der Zyklus erzähle "keine Geschichte per se; er sucht eher eine gleichmäßige Stimmung, mit soviel Vielfalt wie die Bedingungen seiner Stimmung erlauben, aufrecht zu erhalten – mit einem gelegentlichen Lichtblitz durch die schwarze Wolke.”

Games ist ein 30-minütiger Liederzyklus mit Texten von Vasko Popa (1922–1991), einer der größten Poeten Serbiens (ehemals Jugoslawien). Popa kämpfte während des Zweiten Weltkrieges als Partisan und war einige Zeit in einem deutschen Konzentrationslager inhaftiert. Ein Jahrzehnt nachdem der Krieg endete, wurde Popas Gedichtband "Games" 1956, als Teil seines Gedichtbandes “Unrest-Field”, veröffentlicht. Ian Wilsons Liederzyklus, 2004 uraufgeführt, reflektiert diese Gedichte, wobei er inspiriert war, diese zu vertonen. Wilson schreibt: “Für mich sind diese surrealistischen Texte, vordergründig über merkwürdige und unangenehme Spiele, höchstwahrscheinlich eine Form, seine Kriegserfahrungen zu verarbeiten und zu reflektieren.”

Das Bühnenbild für die Aufführung in Bremen in 2015 zeigte als Rundbilder überarbeitete Werke aus dem "Inferno"-Zyklus von Piet Wessing als Projektionen.

"In the Rain" von Poems of Love and the Rain auf YouTube

Hörproben:


Ned Rorem: Stop All The Clocks

Ian Wilson: The Seducer

Mehr Information und Buchungen: Julie Comparini

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

Viele Brecht-Texte beschäftigen sich mit Fragen über Anerkennung und Wertschätzung des Menschen. Im Liederabend »Auf ein Wort« stehen Vertonungen von Paul Dessau und Hanns Eisler im Mittelpunkt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Woraus bezieht der Mensch sein Selbstwertgefühl? Und wie ist eine Gesellschaft zu bewerten, in der die Wertschätzung des Menschen häufig fehlt?

Julie Comparini, Gesang
Alexander Seemann, Klavier, Akkordeon und Gesang
Felix Patzelt, Gitarre

Trailer auf Youtube
Mehr Information und Buchungen: Julie Comparini

Foto © Felix Patzelt
Foto © Felix Patzelt

Karin Gyllenhammar, Sopran
Julie Comparini, Alt
Carla Linné, Fiedel und Rebec
Susanne Peuker, Laute

„Cinquefoil“ – das Fünfblatt – vier Musikerinnen und ein gemeinsames Interesse kommen zusammen, um sich der Aufführung der weltlichen Musik des 15. Jahrhunderts zu widmen. Jede der Musikerinnen bringt ihre eigenen speziellen Fähigkeiten und Interessenschwerpunkte zu verschiedenen Aspekten des spätmittelalterlichen Kulturlebens, wie zum Beispiel Linguistik, Musiknotation oder Instrumentenbau ein, so dass eine äußerst fruchtbare Zusammenarbeit entsteht. Alle Ensemblemitglieder studierten unter anderem an der Akademie für Alte Musik/Hochschule für Künste in Bremen und sind spezialisiert auf die Historische Aufführungspraxis Alter Musik, die sie seit vielen Jahren solistisch sowie in verschiedensten Kammermusikensembles und in Barockorchestern im In- und Ausland erfolgreich präsentieren.

Programm: Une année, une vie
Der Jahreslauf als Metapher für ein Menschenleben gibt dem Programm seinen Namen. In Neujahrs- und Mailiedern wird die Hoffnung auf erfüllte Liebe und die Freude besungen, neu verliebt zu sein. Der Sommer bringt Licht und Wärme, aber auch Verwirrung. Gleichzeitig gibt es Lieder, die den Jahreszeitenbezug allegorisch herstellen, indem sie den herbstlichen Verfall bzw. den Tod oder Winter zum Thema haben. Am Ende schließt sich der Kreis – mit dem nun anbrechenden neuen Jahr ziehen wieder Hoffnung und Freude ein.

Hörproben:


Guillaume Dufay: Ce jour de l'an voudray joye menay

Anonym: N'a pas long temps

Mehr Information und Buchungen: Julie Comparini