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Obwohl die allermeisten Konzerte während der Pandemie weiterhin nicht stattfinden können wird es zunehmend möglich, unter stengen Hygienebedingungen einige Auftritte zu realisieren. Gleichzeitig werden neue Projekte für 2021 geplant, die hoffentlich in mehr oder weniger gewohnter Form auf die Bühne gebracht werden können.

Je schneller und effektiver wir die Ausbreitung des Virus unter Kontrolle bringen können und je konsequenter wir alle die Verhaltensregeln einhalten (Abstand halten, Maske tragen, Hände waschen, unnötige Kontakte vermeiden), desto früher können Konzerte wieder stattfinden. Also: Bleiben Sie gesund, vernünftig und optimistisch! Irgendwann wird es wieder gehen.

Oder wie es damals schon bei Bach hieß:

Jetzt weine ich, da das Weltgetümmel bei meinem Jammer fröhlich scheint;
Bald kommt die Zeit, da sich mein Herz erfreut...
Wie will ich mich freuen, wie will ich mich laben,
Wenn alle vergängliche Trübsal vorbei!
Da glänz ich wie Sterne und leuchte wie Sonne,
Da störet die himmlische, selige Wonne
Kein Trauern, Heulen und Geschrei.

(BWV 146)

Wegen Ausbreitungsgefahr des neuartigen Coronavirus wurden Konzerte und andere Veranstaltungen in Deutschland und nahezu allen europäischen Ländern bis voraussichtlich September 2020 abgesagt.

Wir haben alle Verständnis dafür, daß das passieren mußte. Es ist eine nötige und wirksame Maßnahme, die weitere Verbreitung des Virus einzudämmen oder wenigstens zu verlangsamen. Gleichzeitig sind die finanziellen Folgen für uns freiberufliche KünstlerInnen, die ohnehin über ein geringes Einkommen ohne feste Gehaltsstrukturen verfügen, verheerend. Wir verlieren Arbeit und Einkommen ein halbes Jahr lang .

An dieser Stelle möchte ich mich bei allen Menschen, Veranstaltern, Institutionen und Organisationen bedanken, die uns durch Ausfallhonorare, Soforthilfe und andere finanzielle Unterstützungen am Leben halten, sowie bei den Musikschulen und Musikhochschulen, die es uns ermöglichen, unseren Unterricht per Videokonferenz zu machen.

Wir hoffen, daß wenigstens einige Konzerte nachgeholt werden können, wenn die Situation sich verbessert hat. Bis dann, bleiben Sie gesund, halten Sie sich an den Maßnahmen und unterstützen Sie uns, wenn Sie können.

Hast du das Schloß gesehen,
Das hohe Schloß am Meer?
Golden und rosig
Wehen die Wolken drüber her...

In Poppenbüttel (Hamburg) gibt es tatsächlich ein Schloß am Meere (oder wenigstens am Wasser): die Burg Henneberg. Quasi als kleines Replikat einer mittlealterlichen Burg wurde sie 1887 von zwei Gutsbesitzern aus dem Ort gebaut und gilt als "kleinste Burg der Welt". Heutzutage im Privatbesitz, die Burg wird dank der Stiftung Burg Henneberg zum Teil öffentlich zugänglich und betreibt ein vielfältiges Kulturprogramm.

Für die besondere Atmosphäre des kleinen, intimen Thronsaal der Burg hat Julie Comparini das Programm Meeresleuchten in eine Besetzung für Sopran, Alt und Klavier bearbeitet. Wie bei den Meeresleuchten geht es um das Unheimliche, was das Meer in seinen Tiefen verborgen hält und durch Gedichte und Musik aus der Romantik zum Leben erweckt wird. Am Anfang auffallend poetisch und fantasievoll, wenn auch zugleich düster, verändern sich die Stücke dieses Liederabends hin zu realistischeren und vermenschlichten Bildern rund ums und aus dem Meer.

Da der Saal sehr klein ist und die Burg sich in Privatbesitz befindet, ist der Eintritt nur bei vorheriger Anmeldung möglich! Hier können Sie Tickets reservieren.

Anna Terterjan, Sopran
Julie Comparini, Alt
Suwon Kim, Klavier

Sonntag, den 29. März, 16:00
Alsterschlößchen Burg Henneberg, Marienhof 8, 22399 Hamburg (Poppenbüttel)

Alle guten Dinge sind drei... oder mehr! Im Jahr 2020 gibt es weitere Aufführungen von einigen erfolgreichen Projekten aus den letzten Jahren.

Es geht los mit einer Wiederaufnahme der Oper Das Jagdgewehr von Thomas Larcher, die 2018 ihre erforlgreiche Weltpremiere bei den Bregenzer Festspielen genoss. Präsentiert von der Dutch National Opera ist sie nun bei dem Opera Forward Festival am 17. und 19. März in Amsterdam zu sehen. Im Rahmen des Festivals "RAW Spezial" führen am 5. April die Meeresleuchten wieder in die Welt der Sirenen und Unterwassergeister, diesmal in Bremen-Nord. Und der erfolgreiche Brechtliederabend der Bremer Arbeitnehmerkammer, Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht gut genug, geht am 25. April nach Worpswede. Weitere Auftritte sind im Herbst und Winter geplant.

Details zu allen Veranstaltungen gibt es hinter den Links oder auf der Kalender-Seite.

Die Schwärmerei für die Natur kommt von der Unbewohnbarkeit der Städte.
(Bertolt Brecht)

Die erfolgreiche Brecht-Revue Denn für dieses Leben ist der Mensch nicht gut genug kehrt 2019 mit vier weiteren Aufführungen zurück. Unter der Regie von Peter Schenk singen und spielen Julie Comparini, Evelyn Gramel, Manja Stephan und das Bremer Kaffeehaus-Orchester umarrangierte Brechtlieder von Paul Dessau, Hanns Eisler und Kurt Weill sowie neue Vertonungen von Brecht-Texten und -Geschichten.

Es geht los mit einem Auftritt in "die theo" in Bremerhaven am 6. Juni. Mehr Information dazu gibt es hier. Weitere Auftritte folgen am 31. August und am 2. und 23. November. Näheres zur jeweiligen Veranstaltung gibt es immer auf der Webseite der Arbeitnehmerkammer Bremen. Es empfiehlt sich, Tickets im Voraus zu reservieren!

"Bert-Brecht-Chansons vom Feinsten." (Nordseezeitung, 8.5.2017)

"Die Sopranistin Manja Stephan, die gebürtige Amerikanerin Julie Comparini (Alt) und die Jazz-erprobte Evelyn Gramel beeinducken nicht nur durch schauspielerisches Talent, sondern auch mit überaus durchdringender Stimmkraft." (Weser-Kurier, 20.2.2018)

Wer hat nicht schon mal davon geträumt, ein Star zu sein? Ruhm und Erfolg versprechen Reichtum, Freiheit und allseitige Bewunderung, aber alles hat seinen Preis. Vom 7. bis 13. Februar 2019 thematisiert das nun vierte Musikfilmfestival Bremen diesen „Preis des Ruhms“ in biographischen, dokumentarischen, Spiel-, Stumm- und Experimentalfilme.

Um den Verlust der Privatsphäre und den allseitigen Druck geht es bei dem Überraschungsfilm am Sa. 9.2. Gilt das Interesse von neuen Freunden tatsächlich einem selber, oder suchen sie nur die Nähe zum Star? Bente‘s Voice geht dem nach (Do. 7.2.). Ruhm ist aber auch vergänglich, und je mehr in eine „Persona“ investiert wird, desto schwieriger kann es sein, diese aufrecht zu erhalten oder sich davon zu befreien, wie Casanova Variations erzählt (Sa. 9.2.). Der systematische Missbrauch von jungen Musikerinnen, wie es Gloria erzählt, kann nur in einem Kontext gedeihen, der dies als „normal“ verkauft (Fr. 8.2.). Andere müssen eine falsche Identität erfinden, um überhaupt in speziellen Musikgenres Fuß zu fassen wie es The Great Hip Hop Hoax zeigt (Fr. 8.2.). Im besten Fall erfindet man dafür gleich ein neues Musikgenre wie in Korla (Do. 7.2. ), im schlimmsten Fall, wie in Das Phantom der Oper, ist man bereit, die Pariser Oper in die Luft zu jagen (So. 10.2., Stummfilm mit Livemusik in der Kulturkirche St. Stephani).

Mathangi/Maya/M.I.A. dagegen erzählt, wie die erfolgreiche Musikerin ihre Beliebtheit riskiert, weil es ihr wichtig ist, sich selbst treu zu bleiben und mit ihrer Musik etwas zu bewegen (Sa. 9.2.). Wie auch der DDR-Star in Gundermann, der damit politische und gesellschaftliche Missstände anprangerte – aber gleichzeitig für die STASI spitzelte (So. 10.2. mit Drehbuchautorin Laila Stieler als Gast). Am Ende kann man sich wie in Russlands Wunderkinder fragen: War das der Ruhm wert? (Fr. 8.2.).

Alle Filme und Veranstaltungen außer Das Phantom der Oper (in der Kulturkirche St. Stephani) finden im Kommunalkino City46 in der Birkenstraße 1, 28195 Bremen statt.
Mehr Infos zum Programm gibt es auf der MFF-Webseite.

Bertolt Brecht gilt als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Viele seiner Texte beschäftigen sich mit Fragen über Anerkennung und Wertschätzung des Menschen. Im Liederabend »Auf ein Wort« stehen Vertonungen von Paul Dessau und Hanns Eisler im Mittelpunkt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Woraus bezieht der Mensch sein Selbstwertgefühl? Und wie ist eine Gesellschaft zu bewerten, in der die Wertschätzung des Menschen häufig fehlt?

Julie Comparini, Gesang
Alexander Seemann, Klavier und Akkordeon
Felix Patzelt, Gitarre

Freitag, den 23. November 2018, 20:00
etage° Bremen
Herdentorsteinweg 37
28195 Bremen

Eintritt: VVK: 14 € / 8 € (erm.) zzgl. VVK-Gebühr, AK: 18 € / 12 € (erm.) Tickets erhältlich im Vorverkauf bei Nordwest Ticket und Eventim.

Trailer auf Youtube
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Schon jetzt besuchen zahlreiche Touristen Bremerhaven. Und es sollen noch mehr werden, meint der Tourismuschef Raymond Kiesbye, der sein Tourismuskonzept vorstellen wird. Welche Rolle kann und soll die Kultur spielen? Bremerhaven befindet sich im Wandel. Welche Bedeutung kommt dabei dem Tourismus zu?

Urlaubsschlager besingen Sehnsüchte und Sehnsuchtsorte. Die 1950er Jahren waren eine Zeit, in der Menschen die Luft unter ihren Flügeln verspürten – ein neues Gefühl von Freiheit. Taugen die Wunschvorstellungen der Schlagerwelt aus der Wirtschaftswunderzeit als Blaupausen für die heutige Tourismusentwicklung?

Urlaub machten die meisten Bremerhavener Arbeitnehmer in den 1960er-Jahren in der Umgebung. Wer es sich leisten konnte, fing die schönste Zeit des Jahres – in sorgsam inszenierten Bildern – mit der Super-8-Kamera ein und zeigte die Filme bei Eierlikör und Kullerpfirsich im heimischen Wohnzimmer. Wir präsentieren eine Auswahl kurioser Filmraritäten aus dem Landesfilmarchiv (Zentrum für Medien/LIS).

Mit:
Michael Frost, Bremerhavener Stadtrat für Schule und Kultur
Dr. Marion Salot, Referentin für Wirtschaftspolitik bei der Arbeitnehmerkammer

Julie Comparini, Gesang
Eva Huck, Cello
Susanne Peuker, Gitarre
Matthias Entrup, Percussion

Moderation: Dr. Dominik Santner, Arbeitnehmerkammer

Forum der Arbeitnehmerkammer
Barkhausenstraße 16
27568 Bremerhaven

Eintritt frei
Mehr Infomation

Im Garten des kaiserlichen Hofs in China singt ein kleiner Vogel, dessen Gesang alle Zuhörer bezaubert - bis zu dem Tag, an dem ein kunstvoll verzierter mechanischer Vogel als Geschenk ankommt. Die Spielzeug-Nachtigall ist der Hofgesellschaft lieber, weil sie auf Knopfdruck immer genau das gleiche Lied auf genau die gleiche Weise singt, und der echte Vogel wird verscheucht. Jahre später steht der Tod am kaiserlichen Bett, und nur die echte Nachtigall kann ihn verweisen.

Hans Christian Andersens Märchen Die Nachtigall war der Ausgangspunkt dieser "Oper in der Nußschale" für Kinder und Familien. Mit Musik von G. P. Telemann und einem für diese Produktion geschriebenen Libretto setzt das Ensemble Sospiri Ardenti die barocke Tradition der Pasticcio-Oper fort.

In der Reihe "bach für uns" / Leipziger Schulkonzerte im Bachfest wird die Oper im Juni 2018 auf dem Leipziger Bachfest präsentiert.

Freitag, den 15. Juni, 9:00 und 11:00
für Schulklassen und Bachfest-Besucher
Samstag, den 16. Juni, 11:00
für alle ab 8 Jahre
Musikschule Leipzig
Petersstraße 43, 04109 Leipzig
Karten: €11,00 Erwachsene
€4,50 Kinder bis 12 Jahre

Ensemble Sospiri Ardenti
Ellen Delahanty, Sopran
Julie Comparini, Mezzosopran
Geert Van Gele, Blockflöte und Cembalo
Jurgen deBruyn, Lauteninstrumente

Mehr Information und Tickets

Text: Eileen Jahn

Eine längst vergangene Zeit findet Weg in die Gegenwart: Die Leuchte Asiens, die erste deutsch-indische Filmproduktion sowie die erste internationale Koproduktion Indiens, bietet einen einzigartigen Blick auf das Indien der 1920er Jahre.

Eigens für das Musikfilmfestival Bremen 2017 in Bremens Kommunalkino City46 wurde eine neue Filmmusik komponiert, arrangiert und live eingespielt. Die intensive Zusammenarbeit des preisgekrönten Weltmusikers Willy Schwarz mit dem jungen Komponisten Riccardo Castagnola verbindet klassische indische Musik auf Originalinstrumenten mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst. Die Musik erschafft dadurch eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten.

In Bremen seinen Ausgangspunkt genommen, findet dieses besondere Projekt seinen Weg zurück nach Indien. Am 18. Januar 2018 wurde dem geladenen Publikum zum ersten Mal diese Neukomposition im Goethe Institut in Chennai (Madras) präsentiert. Unter den ZuschauerInnen waren unter anderem professionelle MusikerInnen, ein Filmkritiker und Dr. Helmut Schippert (Leiter des Goethe Instituts, Chennai). Weitere Aufführungsmöglichkeiten in Indien werden bereits diskutiert. Wir sind begeistert, dass dieses besondere Arrangement um die Erde reist.

Die nächste Chance den Film auch in Deutschland zu sehen steht bereits kurz bevor: zur diesjährigen Berlinale gibt es zwei Termine. Willy Schwarz und Julie Comparini werden am 17. Februar anwesend.

Musikfilmfestival Bremen
Berlinale Termine

Multimedia-Liederabend mit Bildprojektionen im Rahmen der fotokunst Bremen.
Sonntag, den 1. Oktober 2017, 19:00
Kultursaal der Arbeitnehmerkamer, Bürgerstraße 1, 28195 Bremen

Das Unheimliche, was das Meer in seinen Tiefen verborgen hält und das von Zeit zu Zeit sichtbar an die Oberfläche treten lässt, wurde auf vielfältige Weise in der Romantik erfasst und facettenreich beschrieben.

Viele Märchen erzählen von geheimnisvollen, übernatürlichen und fantasievollen Wesen, die unter der Oberfläche zu finden seien. Diese verdeutlichen in abstrahierter Form das Unheil der Menschen, denn das Meer ist zugleich ein Ort ganz realer Gefahren.

Am Anfang auffallend poetisch und fantasievoll, wenn auch zugleich düster, verändern sich die Stücke dieses Liederabends hin zu realistischeren und vermenschlichten Bildern rund ums und aus dem Meer.

Andrea Lauren Brown, Manja Stephan, Anna Terterjan, Sopran
Nina Böhlke, Julie Comparini, Kerstin Stöcker, Alt
Barbara Kler, Klavier
Musikalische Leitung: Julie Comparini
Visuelle Gestaltung: Peter Schenk

Reservierungen: 0421-3 63 01-970 / anmeldung@arbeitnehmerkammer.de
Mehr Information

Diese Webseite ist endlich fertig renoviert worden! Mit einer neuen Gestaltung, neuen Fotos, Projektliste und Videos. Schauen Sie sich um und wenn irgendwas nicht funktioniert, gerne eine Mail an Julie Comparini schicken.

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Die 7. Stadtteil-Oper
›Menuchims Reise‹

Die Stadtteil-Oper in Osterholz-Tenever bringt wieder einmal ein ganzes Quartier in Bewegung. Die neue Ausgabe der Oper auf dem ›Grünen Hügel‹ widmet sich dem Thema Auswanderung und dem Länderschwerpunkt USA.

Die Geschichte von ›Menuchims Reise‹ wurde adaptiert von dem Roman Hiob von Joseph Roth. Sie beginnt vor etwa 100 Jahren in einem kleinen ›Schtetl‹ in Osteuropa und erzählt von der jüdischen Familie Singer. In ihrer Heimat Russland leiden viele jüdische Familien unter Verfolgung und auch Armut. Nur in der Flucht nach Amerika sehen die Singers schließlich einen Ausweg aus den ärmlichen und bedrohten Verhältnissen. Doch für ihren jüngsten Sohn ist kein Platz in Amerika – der kleine Menuchim ist Epileptiker und nur gesunden Menschen ist eine Einreise in die USA gestattet. In ihrer Not entschließen sich die Singers, Menuchim in der Heimat zurückzulassen.

Der zweite Teil der Stadtteil-Oper spielt im Amerika der 1920er und -30er Jahre. Zunächst geht es der Familie gut, doch dann bricht in Europa Krieg aus. Ihr großer Sohn will als Soldat die russische Heimat verteidigen. Die heile Welt, die sich die Familie in New York aufgebaut hat, bricht zusammen. Immer mehr sorgen sie sich auch um den zurückgelassenen Menuchim. Tochter Mirjam ergreift die Initiative...

Mit der Musik von Gustav Mahler, Sergej Prokoview, George Gershwin sowie Erich Wolfgang Korngold, Erich Zeisl und anderen europäischen Komponisten, die in Amerika eine neue Heimat gefunden haben, stellen die vielen Akteure der Stadtteil-Oper erneut ein weltweit einzigartiges Werk auf die Beine. An die 90 Nationen leben gemeinsam in dem Stadtteil ganz im Osten Bremens – mittendrin die Probenräume der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen. Auch an der diesjährigen Stadtteil-Oper sind sie wieder alle beteiligt: die Schüler und Lehrer der Gesamtschule-Ost, die Frauen aus dem Mütterzentrum, die zahlreichen Bewohner aus dem Stadtteil und des Übergangswohnheims für Flüchtlinge sowie internationale Künstler.

Regie: Alexander Radulescu
Dirigentin: Barbara Rucha
Stimmbildnerin: Inka Neus
Maske und Kostüm: Christin Bokelmann
Bühnenbild: Sven Rose, Miriam Walter, Benedikt Jährling, Laura Baumann
Libretto: Lena Becker

Mit: Rafael Bruck (Mendel Singer), Julie Comparini (Deborah Singer), Pia Bohnert (Miriam Singer), Sheldon Baxter (Mac)
sowie SolistInnen, Chor und Orchester der Gesamtschule Bremen-Ost

Mehr darüber auf der Webseite der Deutschen Kammerphilharmonie
oder dem Stadtteil-Oper Blog der Gesamtschule Bremen-Ost

Bertolt Brecht gilt als einer der einflussreichsten deutschen Dramatiker des 20. Jahrhunderts. Für die Umsetzung seiner Ideen suchte Brecht oft die Zusammenarbeit mit Komponisten und Musikern – und nicht nur in seinem bekanntesten musikalischen Werk »Die Dreigroschenoper« reflektieren die Protagonisten das Geschehen in Songs und Balladen. Viele seiner Texte beschäftigen sich mit Fragen über Anerkennung und Wertschätzung des Menschen. Im Liederabend »Auf ein Wort« stehen Brecht-Vertonungen von Paul Dessau und Hanns Eisler im Mittelpunkt, die sich mit dieser Thematik auseinandersetzen. Woraus bezieht der Mensch sein Selbstwertgefühl? Und wie ist eine Gesellschaft zu bewerten, in der die Wertschätzung des Menschen häufig fehlt?

Das Konzert findet in dem Alten Pumpwerk statt, einem besonderen Veranstaltungsort in dem ehemaligen Abwasser-Pumpwerk und heutigen Wasser-Museums in Bremen. Eine Museumsbesichtigung vor dem Konzert ist möglich - und zu empfehlen!

Julie Comparini, Gesang
Alexander Seemann, Klavier und Akkordeon
Felix Patzelt, Gitarre

10. Februar 2017, 20:00 (Einlass: 19:00)
Altes Pumpwerk
Salzburger Straße 12
28219 Bremen

Eintritt: €15 / €10 ermäßigt
Reservierungen: 0421 363636

Mehr Information

Wo ist ein Musikstil "beheimatet" und wie kann Musik Heimat definieren oder auch schaffen? In neun Filmen aus zehn Ländern zeigen Musiker*innen, wie verschiedene Traditionen verbinden oder auch gezielt kulturelle und gesellschaftliche Grenzen ausweiten können.

Während der Neuseeländer Hayden Chisholm in "Sound of Heimat" das zwiespältige Verhältnis der Deutschen zu ihrer Volksmusik erforscht (D 2012; Do. 26.1 / 19:30; Eröffnung m. Gästen; in Koop. mit der Arbeitnehmerkammer), zeigt "Blackhearts", wie Heavy Metal-Fans aus der ganzen Welt ihre seelische Heimat in Norwegen finden (NOR 2016, 83 Min., OmengU; 27.1. / 22:30). Crossover-Projekte und gezielte Umwandlungen musikalischer Traditionen können Berufszweige retten wie im pakistanischen Film "Song of Lahore" (USA 2015, OmengU; 27.1.), jahrhundertalte Geschichten über Kontinente hinweg wieder aktuell machen wie der südafrikanische Film "La Bohéme am Kap" (D 2015, OmU; ab 28.1. ), politische Bewegungen unterstützen wie der grönländische Film "Sumé - The Sound of a Revolution" (Grönland 2014, OmengU; ab 29.1.) und für Freiheit und ein friedliches Zusammenleben in Zeiten der Repression kämpfen wie im afrikanischen "Mali Blues" (D 2016, R: Lutz Gregor, OmU; ab 28.1.) oder im ägyptischen "Electro Chaabi" (Egypt/F 2013, OmU; 28.1. / 22:30). Dabei spielen die allgegenwärtige Globalisierung und fast die grenzenlosen digitalen Kommunikationsmöglichkeiten eine zentrale Rolle wie die wahre Geschichte von "Presenting Princess Shaw" zeigt (ISR 2016, 80 Min., engl. OF; 29.1.).

Höhepunkt der Reihe ist die Premiere des 2016 neuvertonten, deutsch-indischen Stummfilms "Die Leuchte Asiens" aus dem Jahr 1925. Der preisgekrönte indische- und Weltmusiker Willy Schwarz und der junge Komponist Riccardo Castagnola verbinden klassische indische Musik mit zeitgenössischer elektronischer Klangkunst und schaffen somit eine Brücke zwischen Ländern und Zeiten (27.1. / 20:30; mit Livemusik; unterstützt durch die Indische Botschaft, Berlin).

Alle Filme und Veranstaltungen finden im Kommunalkino City46 in der Birkenstraße 1, 28195 Bremen statt. Mehr Infos zum Programm gibt es auf der MFF-Webseite.

Nach dem ich zu dem Artikel über René Leibowitz beim Blog "Fugue for Thought" beigetragen habe, war Alan noch weiter interessiert und hat mich gebeten, als Gast bei seinem Podcast aufzutreten! Wir reden (in englisch) über meinen musikalischen (und nicht-musikalischen) Hintergrund, über alte und neue Musik, das Stück "Explanation of Metaphors", die neue "Cabaret Voltaire"-Operette und das sonstige musikalische Leben. Es ist ein tolles Interview und Sie können es kostenlos via iTunes oder bei Fugue for Thought anhören.

Übrigens war die Uraufführung der Operette "Cabaret Voltaire" nicht nur ein Riesenerfolg, sie wurde auch auf Video mitgeschnitten. Um aus diesem einmaligen Material eine DVD zum Wieder-Anschauen und damit auch eine Dokumentation für die Nachwelt zu erstellen, muss es nur noch geschnitten werden. Dafür brauchen wir Hilfe! Die DVD wird nicht im Handel erscheinen, aber unter anderem als Crowdfunding-Dankeschön erhältlich sein. Klicken Sie auf dem Link unten, um dazu beizutragen.

Uraufführung einer neuen Operette von Peter Stangel (Musik) und Jürgen von Stenglin (Text)

Zürich, 1916: In der Stadt an der Limmat eröffnet in der Spiegelgasse ein Etablissement, das eine ganz neue, eigentümliche Kunstauffassung propagiert: Das Cabaret Voltaire spielt DADA!

Gleichzeitig lebt auf der anderen Seite der Straße Wladimir Iljitsch Uljanow, genannt Lenin, im schweizerischen Exil – da sind Verwicklungen und Turbulenzen vorprogrammiert. Tristan Tzara und Lenin, James Joyce und eine schöne Bankierstochter, Liebe, Spionage, ein Graf und ein durchtriebener Butler – sie alle kommen vor im »Cabaret Voltaire«. Eine Huldigung an den Ort Zürich in einer Zeit, als seltsam verrückte Begegnungen möglich waren, ganz im Geiste der spöttischen, federleichten Werke Offenbachs und Weills.

Zusammen mit Dominik Wilgenbus als Erzähler und neun Sängern entführt die taschenphilharmonie vor den projizierten Bühnenbildern von Cornelia von Seidlein in eine Welt der irrend geistreichen Unterhaltung.

Uraufführung (halbkonzertant) am Sonnntag, dem 11. September 2016, 19:00 in der Alten Kongresshalle, Theresienhöhe 15, München.

Mit Adam Sanchez (Graf Emanuele di Pedroso), Julian Freibott (Hugo Ball), Andrea Lauren Brown (Monique-Fleur Schneidegger), Peter Pruchniewitz (Wladimir Lenin), Julie Comparini (Emmy Hennings), Giuolio Alvise Caselli (Tristan Tzara) u.a.

Mehr Information auf der Webseite der taschenphilharmonie!

Ein toller Blog-Artikel (in englisch) über René Leibowitzs Werk Explanation of Metaphors ist gerade bei Fugue for Thought erschienen. Einen kleinen Ausschnitt der Live-Aufführung des Stücks können Sie auf meiner "Medien"-Seite anhören, aber es lohnt sich durchaus, das Stück oder gleich die ganze CD -- "René Leibowitz Compositeur" -- bei iTunes oder als Doppel-CD zu kaufen.

Ist die EU eine WG oder eine Eigentümergemeinschaft? "Ich glaub', es hackt", das aktuelle Programm des Kölner Kabarettisten Robert Griess steckt voll rasanter Momente und komischer Figuren: Ob Weltverbesserer auf der Jagd nach Privilegien, Superreiche beim Spagat zwischen Steuerflucht und Charity-Tombola, oder die Angst des Künstlers vor der kreativen Prostitution - Griess' sympathisches Figurenpersonal kommt mitten aus der von Widersprüchen geprägten Gesellschaft. Wenn seine satirischen Charakterstudien in der Realität stranden, ist das in erster Linie saukomisch, aber eben bisweilen auch herzzerreißend und berührend! Neu in Griess Komik-Kabinett ist der schrägste Berater Deutschlands, Alfons von Ascheberg-Aldenhoven, der die Welt der Wirtschaft so absurd-komisch erklärt, dass jeder sie versteht.

Mit Robert Griess, dem Bremer Kaffeehaus-Orchester und der Sängerin Julie Comparini. Special Guest: Dr. Felix Patzelt - Physiker, forscht über die Mechanismen hinter den extremen Kursschwankungen im Börsenhandel. Einrichtung: Peter Schenk

Eintritt bei Austritt - zahlen Sie, soviel Sie wollen!
Samstag, den 28. November 2015
Kultursaal der Arbeitnehmerkammer, Bürgerstrasse 1, Bremen
Kartenservice: 0421-36 30 19 70 oder unter anmeldung@arbeitnehmerkammer.de

Zwei Liederzyklen von Ned Rorem (USA) und Ian Wilson (Irland)

Julie Comparini – Mezzosopran und Yonit Kosovske – Klavier
Mit Projektionen des Medienkünstlers Piet Wessing

Poems of Love and the Rain feierte seine Weltpremiere 1965 im Metropolitan Museum in New York. Ned Rorems vertonte Gedichte von Emily Dickinson, W.H. Auden, E.E. Cummings u.a. gleichen einer poetischen Gefühlsrundreise. In Games verarbeitet der Komponist Ian Wilson Texte des serbischen Dichters Vasko Popa, der in surrealistischen Wortbildern seine Kriegserlebnisse verarbeitet hat (in englischer Übersetzung): "Dieser hat sich in ein Ohr verwandelt und und hört alles, was nicht gehört werden kann" (Zwischen Spielen).

Die beiden Liedzyklen vereinen unterschiedliche menschliche Extremerfahrungen; zarte Gefühle und überwältigende Gefühle, im Sinne des Wortes.

Die projektierten Bilder des Essener Medienkünstlers Piet Wessing begleiten die Lieder gleichsam als Bühnenbild. In der Werkgruppe Inferno spürt Wessing dem Faszinosum von Schreckensdarstellungen nach, einem Thema mit Tradition, zurückreichend in die Anfänge unserer Kunst- und Kulturgeschichte. In seinen Arbeiten überlagert er mit einer Technik, die dem Sampling heutiger Musikproduktion vergleichbar ist, Ausschnitte von Gemälden, Filmszenen, Presse- und Dokumentarfotografien.

Piet Wessing und der irische Komponist Ian Wilson sind beim Konzert anwesend.
Veranstalter: Arbeitnehmerkammer Bremen
Mit freundlicher Unterstützung der Hochschule für Künste Bremen

Freitag, 11. September 2015, 20.00 Uhr
Konzertsaal der Hochschule für Künste, Fachbereich Musik
Dechanatsstraße 13-15, 28195 Bremen

Eintritt frei

Jacob a Labano fugiens
(Johann) Simon Mayr (1763 – 1845)
Leitung: Franz Hauk

Die langersehnte Aufnahme Jacob a Labano fugiens von Simon Mayr ist in Februar 2015 bei Naxos erschienen. Das opernhafte Oratorium erzählt von dem biblischen Patriarchen Jakob (Julie Comparini), der zusammen mit seinen Ehefrauen Leah (Andrea Lauren Brown) und Rachel (Gunhild Lang-Alsvik) vor seinem Schwiegervater Laban (Siri Thornhill) flieht. Während Leah versucht friedlich und optimistisch zu bleiben, schwanken Rachels Loyalitäten zwischen ihrem Vater und ihrem Ehemann. In einer taktisch und emotional zunehmend aussichtslosen Lage bereitet sich Jakob auf die Konfrontation mit dem rachsüchtigen Verfolger Laban.

Jacob a Labano fugiens war Mayrs erstes Oratorium und wurde 1791 für die Musikerinnen der Ospedale di Mendicanti in Venedig geschrieben. Dirigent Franz Hauk ist der führende "Wiederentdecker" Simon Mayrs und hat viele seiner Werke zum ersten Mal in unserer Zeit aufgeführt.

Die Aufnahme ist als CD bei allen üblichen Händlern, sowie von Naxos und als digitaler Download bei iTunes erhältlich.

Das 2. Musikfilmfestival Bremen widmet sich den Rebellionen und der Revolution im Kontext von Musik und Musikfilm.
Die weitreichende Macht der Musik als politische oder verändernde Kraft ist bekannt. Auch innerhalb der Musik gibt es immer einzelne Personen, die die Grenzen ihres Genres erweitert haben: John Cage (JOURNEYS IN SOUND) hat nicht nur die Grenzen der klassischen Musik sondern auch jene zwischen Musik, Lärm, Stille und Zufallsgeräuschen gesprengt. Sein Einfluss zeigt sich zum Beispiel in dem grenzüberschreitenden Akkordeonspiel von Kimmo Pohjonen (SOUNDBREAKER), dem unklassifizierbaren Popstil von Björk (BIOPHILIA) oder der stillen Pionierarbeit von Lisa Gerrard (SANCTUARY). Eine einzelne Person kann ihre Musik als politische Botschaft nutzen, wie Mercedes Sosa (DIE STIMME LATEINAMERIKAS) oder Kathleen Hanna (THE PUNK SINGER), und sogar ein einzelnes Musikstück kann re-interpretiert werden um Rebellion auf unterschiedliche Weise zu unterstützen (FOLLOWING THE NINTH). Oder ein Kind kann durch seinen Wunsch, Musik zu lernen, gegen die Eltern und die Geheimhaltung in der Familie rebellieren, wie der kleine Junge in FINN UND DIE MAGIE DER MUSIK. Auch Filme über Musik und Musiker selbst können in ihrem Genre revolutionär sein, wie in der expressionistischen Phantasiewelt in ORLACS HÄNDE oder die experimentell-allegorische Neuinterpretation der Lebensgeschichte Franz Liszts in LISZTOMANIA.

Mit Live-Auftritten und Stummfilmbegleitung von Julie Comparini (Gesang), Ezzat Nashashibi (Klavier), Isabel Lipthay (Gesang, Interview), Hans-Christoph Hartmann (Saxophon), Christian Meyer (Klavier, Perkussion) und Schüler von Matthias Fooken (Geige) an der Casa della Musica.

2.Musikfilmfestival Bremen
22.-28. Januar 2015
City46 - Kommunalkino Bremen
Birkenstraße 1, 28195 Bremen

Julie Comparini und Alina Rotaru, Kuratorinnen
Karl-Heinz Schmid, City46

Das komplette Programm im Internet auf der MFF-Webseite oder bei City46.

Johann Frederick Lampe's komische Oper The Dragon of Wantley (unsere Version: Der Drache von Schrobenhausen) bei den Tagen der Barockmusik 2014 wurde sowohl vom Publikum als von der Presse bejubelt. Die Rezensionen aus den Zeitungen können aus rechtlichen Gründen nicht hier reproduziert werden, aber Fernsehen und Radio waren auch begeistert. Hier ein Beiträg darüber, auf der Kulturkanal Ingolstadt.

Die Bremer Arbeitnehmerkammer setzt ihre tolle Arbeit in ihrem neu renovierten Kultursaal fort! Am 14. Juni wird der Saal mit einem besonderem Liederabend neu eingeweiht. Julie Comparini, Stefanie Golisch und Evelyn Gramel singen bekannte und untergetauchte Brecht-Vertonungen von Paul Dessau, Hans Eisler, Kurt Weill und anderen, arrangiert und begleitet von dem Bremer Kaffeehaus-Orchester und moderiert von Peter Schenk.

Samstag, den 14. Juni 2014 um 20:00 Kultursaal der Arbeitnehmerkammer Bremen, Bürgerstraße 1, 28195 Bremen Eintritt: € 15 / € 12 ermäßigt Kartenservice: Tel. 0421 / 3630 1987

Liebe, Verlangen, Sehnsucht und Liebeskummer bewegen den Menschen seit jeher. Rund um den Liebesgott rankt sich dieses Konzert mit Kantaten und Instrumentalmusik, die sich ganz dem temperamentvollen italienischen Stil verschreiben und zeigen, wieviel Leidenschaft, Feuer und Virtuosität im barocken Italien zu finden sind.

Das Ensemble La Ninfea (it.: die Seerose) widmet sich dem Kammermusikrepertoire des 17. und 18. Jahrhunderts, besonders unbekannten Werken, die es wieder zu entdecken gilt. Die einzelnen Mitglieder des Ensembles wurden mehrfach durch Preise bei Wettbewerben und besondere Auszeichnungen geehrt und werden von Publikum und Presse für ihre starke Expressivität und Virtuosität geschätzt.

Julie Comparini, Alt

Ensemble La Ninfea: Barbara Heindlmeier, Blockflöte; Christian Heim, Blockflöte/ Viola da Gamba; Marthe Perl, Viola da Gamba; Simon Linné, Laute; Alina Rotaru, Cembalo

Samstag, 9. November 2013, 19:30 Uhr Rathaus, Mühlenstraße 2-4, Ganderkesee

Der Komponist René Leibowitz wäre am 17. Februar 2013 100 Jahre alt gewesen. Sein Jubiläumsjahr wird von dem ensemble aisthesis und Schola Heidelberg unter der Leitung von Walter Nußbaum mit einer Doppel-CD seiner Werke gefeiert.

Leibowitz, besser bekannt als Dirigent, studierte unter Maurice Ravel und Anton Webern und komponierte eine Vielzahl von Werken in verschiedenen Besetzungen und musikalischen Stilrichtungen. Die neue CD ist sowohl als Download als auch in üppig ausgestattenem Doppel-CD Format mit 150seitigem Buch erhältlich.

"Eine revolutionäre Tat" schreibt Dorothea Bossert vom SWR2 Musikmarkt, " – denn die Musik, die aus dieser lange vergessenen Schublade herauskommt, ist völlig anders als das, was man glaubte, hineingelegt zu haben. (...) Wie dicht, wie lebendig und authentisch diese Musik ist. Kein Pathos, kein Manierismus, kein Leerlauf, keine Überkomplexität. Diese Musik hat eine Qualität und Tiefe, der man gerne öfter zuhört. Und diese Edition bekommt bei mir einen Ehrenplatz im Plattenschrank – unter der Rubrik Lieblings-CD." (Klicken Sie auf die untenstehenden Links für den vollständigen Text oder die Radiosendung)

Julie Comparini ist Solistin in "Explanation of Metaphors" für Sprechgesang, Harfe, zwei Klaviere und Perkussion. Eine kleine Hörprobe gibt es auf der "Hörproben" Seite.

Gerade 13 Prozent der Arbeitnehmer in Deutschland fühlen sich emotional an ihr Unternehmen verbunden. Die Mehrzahl - 66 Prozent - macht Dienst nach Vorschrift. Und 21 Prozent verspüren sogar überhaupt keine Bindung mehr zum Arbeitsplatz (Gallup Engagement-Index Deutschland). Findige Beraterfirmen wollen mit extra geschmiedeten Liedgut gegensteuern. Ob das hilft?

Es diskutieren der Publizist und "Columbo" der Politik, Thomas Ebermann (Autor des Theaterstücks "Firmenhymnenhandel", zu sehen am 26.2.2013 in der Schwankhalle), der Gewerkschafter Frank Teichmüller (ehemaliger IG-Metall Bezirksleiter Küste) und weitere Gäste.

Außerdem: "Willys wunderbare Welt der Werbemusik". Staaten haben sie sowieso, IBM hat schon eine seit 1926, für Waschmittel sind sie verpflichtend, nur Bremen ist immer noch ohne Hymne. Julie Comparini und Willy Schwarz (Gewinner des Tony Award) nehmen uns auf Hymnentour. Auf der Leinwand u.a.: Schorsch Kamerun, Lisa Politt, Harry Rowohlt, Rocko Schamoni und Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow

Moderation: Peter Schenk, Arbeitnehmerkammer Bremen

Mittwoch, 20. Februar 2013, 19:30 Schwankhalle, Buntentorsteinweg 112, 28201 Bremen Eintritt frei

Nach Telemanns Orpheus, oder die wunderbare Beständigkeit der Liebe bei den donauFestwochen 2010 und Händels Brockes-Passion bei den Händel-Festspielen in Halle 2012 setzt Julie Comparini ihre Zusammenarbeit mit den renommierten L'Orfeo Barockorchester in fünf Konzerten mit großen Oratorien von Johann Sebastian Bach fort.

Am 10., 11. und 18. Dezember erklingt die Messe in h-moll in Graz und Wien und am 15. und 16. Dezember das Weihnachtsoratorium in Salzburg und Ried/Innkreis.

Jeden zweiten Sonntag im Monat können Freunde der Barockmusik in Bremen einen besonderen Genuß erleben: In der Kirche Unser Lieben Frauen wird eine Kantate von Johann Sebastian Bach im Gottesdienst aufgeführt, auf historischen Instrumenten und nach Möglichkeit an den Sonntagen des Kirchenjahres, für die sie von Bach ursprünglich komponiert worden sind. Bis Juni 2012 werden in dieser Reihe mehr als 85 der etwa 200 erhaltenen Bach-Kantaten im Gottesdienst musiziert worden sein.

Die nächsten Kantaten: (falls nich anders angegeben: immer um 10:30 in der Kirche Unser Lieben Frauen, 28195 Bremen)

  1. Juli 2012 um 12:00: BWV 75, "Die Elenden sollen alle essen"
  2. August 2012: BWV 46, "Schauet doch und sehet"
  3. Oktober 2012: BWV 48, "Ich elender Mensch, wer wird mich erlösen"
  4. November 2012: BWV 52, "Falsche Welt, ich trau dir nicht"

Dieses Projekt wird vor allem durch die Stiftung Laudate-Cantate ermöglicht, die zusammen mit der Kirche Unser Lieben Frauen die strukturelle und finanzielle Basis schafft. Aber auch andere Menschen und Institutionen tragen viel bei: Die meisten Vokal- und InstrumentalsolistInnen sind AbsolventInnen des Studiensgangs Alte Musik an der Hochschule für Künste Bremen. Die OrchestermusikerInnen, von denen die meisten nicht beruflich Musik machen, haben dank ihrer intensiven Auseinandersetzung mit diesem Repertoire und der Probenarbeit mit ihrem professionellen Konzertmeister (Gunther Schwiddessen von der Deutschen Kammerphilharmonie) ein sehr hohes Niveau erreicht. Spenden von Gemeindemitgliedern und anderen UnterstützerInnen tragen zur Weiterführung des Projektes bei.

Für mehr Information oder um das Projekt zu unterstützen, klicken Sie hier.

Der Frühling bringt mit sich eine neue Aufnahme mit Musik aus dem barocken und elisabethanischen Musiktheater unter Mitwirkung von Julie Comparini. Sie bietet kaum gehörte Raritäten und frische Gedanken zum populären Alte Musik-Repertoire, ist ab sofort erhältlich und eine wunderbare Ergänzung jedes CD-Regals.

Some Strange Felicity

Ensemble Sospiri Ardenti

Julie Comparini, mezzo-soprano
Ellen Delahanty, soprano and recorder
Jurgen Debruyn, lute and archlute
Geert Van Gele, recorder and harpsichord

Kattenberg Recordings KA005
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"Der antike Mythos um den Götter- und Musensohn Orpheus - überliefert durch Ovids Metamorphosen - kann mit Fug und Recht als die Mutter aller Opernstoffe bezeichnet werden..." Telemanns geniale und farbenreiche Adaption des Orpheus-Mythos ist eine köstliche Rarität aus Hamburgs barockem Theater am Gänsemarkt.

Dorothee Mields, Orasia
Markus Volpert, Orpheus
Ulrike Hofbauer, Eurydice
Christian Zenker, Eurimedes
Barbara Kraus, Ismene
Reinhard Mayr, Pluto
Marelieze Gerber, Cephisa
Julie Comparini, Ascalax

L'Orfeo Barockorchester
Leitung: Michi Gaigg

Sony Music/deutsche harmonia mundi.
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